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Hochschule Kempten stellt Gemeinwohlbilanz der Wertachtal-Werkstätten vor

11.11.2021
Projektgruppe für soll Maßnahmenkatalog für Verbesserungen erarbeiten

Die Hochschule Kempten stellte vor kurzer Zeit Ergebnisse des Praxisprojekts zur Gemeinwohlökonomie vor.

Sieben Unternehmen aus dem Allgäu wurden bei Ihrem Gemeinwohlbericht 2021 durch das Wissenstransferzentrum Innovative und nachhaltige Tourismusentwicklung (WTZ Füssen) und die Fakultät Tourismus-Management an der Hochschule Kempten unterstützt. So auch die Wertachtal-Werkstätten.

Gemeinwohlökonomie strebt nach dem wichtigen Ziel, ganzheitliche Nachhaltigkeitsgesichtspunkte folgender Berührungsgruppen - Lieferant*innen, Eigentümer*innen, Kund*innen, Mitarbeitende, Mitunternehmen sowie gesellschaftliches Umfeld im Unternehmen – zu implementieren.

Die Wertachtal-Werkstätten wurden innerhalb des viermonatigen Projekts von Masterstudieren in den genannten Kategorien genau geprüft, geplante Prozesse und Vorhaben wurden identifiziert. Dabei konnte eine Reihe von Verbesserungsmöglichkeiten benannt werden.

Dr. Guido Sommer, Professor an der Hochschule Kempten sowie Leiter des WTZ Füssen, zeigte sich mehr als zufrieden mit dem Projekt. Man wollte den Gemeinwohlgedanken noch stärker in der Region verankern. Für das Sommersemester 2022 rechnet er deshalb mit einer noch höheren Nachfrage der Unternehmen.

Stichwort Gemeinwohlokönomie: Hier geht es um den ureigenen Zweck des Wirtschaftens: Die Erfüllung menschlicher Bedürfnisse. Gelingende Beziehungen sind die Voraussetzung, um glücklich zu sein. Essentiell für das Gemeinwohl! Geld ist dabei nur ein Mittel des Wirtschaftens. Denn die Wirtschaftsleistung alleine belegt nicht, ob das Gemeinwohl sinkt oder steigt.

Ziele sind:

  • Transparenz gegenüber Kund*innen, Lieferant*innen und anderen Playern
  • Erhaltung von Umwelt und Natur – durch ein gezieltes Nachhaltigkeitsmanagement
  • Effizienterer Mitteleinsatz
  • Positive Auswirkungen auf das Marketing
  • Und nicht zuletzt: Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit und der Attraktivität als Arbeitgeber

 

Klar wurde auch: Es ist noch einiges auf der Agenda, es bleibt viel zu tun. Aber es ist ein Weg, der sich lohnt! Die vorgelegte Gemeinwohl-Matrix zeigt nämlich neben guten oder sehr guten Ergebnissen auch einige Felder auf, wo Handlungsbedarf besteht.

Dem will sich unser Unternehmen stellen: Eine Projektgruppe mit Personen aus all unseren Standorten soll die „Baustellen“ bezüglich Entwicklungsbedarf und Beinflussungsmöglichkeiten noch gezielter in den Blick nehmen und diskutieren.

Spätestens bis zum März 2022 sollen Ergebnisse und Maßnahmen zur Verbesserung präsentiert werden.

Weitere Informationen zur GWÖ.

Bilder: Simon Toplak